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Anhaltende Not in Syrien: Deutschland sagt eine Milliarde Euro zu

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Brüssel, 24. - 25.04.18 - Außenminister Maas nahm am Mittwoch an der Brüsseler Geberkonferenz für Syrien teil. Er bekräftigte Deutschlands Engagement für weitere Unterstützung in Höhe von einer Milliarde Euro.

Der Außenminister betonte, dass Deutschland den Millionen Menschen in Syrien und den Nachbarländern, die auf Hilfe für ihr Überleben angewiesen sind, weiterhin helfen werde.

Außenminister Heiko Maas
Außenminister Heiko Maas© dpa / Virginia Mayo
„Wir müssen unser Bestes tun, um einen Verhandlungsprozess in Gang zu setzen, damit die Menschen in Syrien auf Frieden hoffen können“.

Dramatische humanitäre Situation

Deutschland ist einer der größten Geber von Hilfsmaßnahmen weltweit, um die Not der Menschen in Syrien und den Nachbarländern zu lindern.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in Syrien im Jahr 2018 insgesamt 13,1 Millionen Menschen von humanitärer Hilfe abhängig. Hinzu kommen rund 5,5 Millionen syrische Flüchtlinge in Nachbarländern wie dem Libanon, Jordanien und der Türkei.

Rund 6,1 Millionen Syrer sind Binnenvertriebene in ihrem eigenen Land und 2,33 Millionen befinden sich derzeit in Gebieten, in denen der Zugang für humanitäre Hilfe schwierig ist. Ihre Situation ist ernst.

Während im Jahr 2016 pro Monat durchschnittlich 21 Prozent der Bevölkerung in belagerten Gebieten versorgt werden konnten, waren es 2017 nur noch 9 Prozent.

Die Gesamtzahl der zugelassenen Hilfskonvois sank von 131 im Jahr 2016 auf 53 im Jahr 2017.

Rund 80 Prozent der syrischen Bevölkerung (darunter knapp sieben Millionen Kinder) leben unterhalb der Armutsgrenze und 9,4 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Nach Schätzungen der UNO haben die Kämpfe bisher nicht nur über 400.000 Todesopfer gefordert, sondern auch 1,2 Millionen Menschen verletzt. Außerdem ist die medizinische Versorgung in Syrien sehr limitiert.



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