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Globaler Humanitärer Bedarf für das Jahr 2019

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Genf, 04.12.18 - Insgesamt sind laut VN-Schätzungen 132 Mio. Menschen auf Hilfe angewiesen, 36 Mio. sind aber z.T. nicht erreichbar oder erhalten Hilfen aus anderen Quellen.

Global Humanitarian Overview 2019
Global Humanitarian Overview 2019© UN

Im Rahmen einer Panel-Veranstaltung mit USG Mark Lowcock (OCHA), Fillipo Grandi (UNHCR), David Beasley (WFP), Alexandra Bilak (Internal Displacement Monitoring Center), Caroline Kende-Robb (Care International) und ETH Kommissar für nationale Katastrophenvorsorge Mitiku Kassa wurde in Genf der „Global Humanitarian Overview“ (GHO) für 2019 der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (22,5 Mrd. USD zu Jahresbeginn) beziffert der „Global Humanitarian Overview 2019“ den globalen Bedarf geringfügig niedriger. Er enthält aber diesmal nicht den humanitären Bedarf innerhalb Syriens.

Für den humanitären Bedarf auf Rekordniveau sind vor allem langanhaltende Krisen verantwortlich: 86% der humanitären Mittel wurde 2018 in Krisen investiert, die bereits länger als 5 Jahre andauern.

Kernbotschaften der Veranstaltung waren:

  • Trotz Rekordeinnahmen 2018 von Gebern in Höhe von 13,9 Mrd. USD (+10% gegenüber Vorjahr) ist die Deckungslücke von ca. 40% nur geringfügig zurückgegangen.
  • Die Qualität der Datenbasis wurde durch moderne Methoden und bessere Zusammenarbeit der Akteure bei der Datensammlung und –aufbereitung deutlich verbessert.
  • (Anhaltende) Konflikte sind weiterhin Hauptversursacher humanitärer Bedarfe, aber auch zunehmende klimabedingte Risiken für Naturkatastrophen und Vertreibung. 2019 ist eine 80% Wahrscheinlichkeit für „El Nino“ gegeben.
  • Die Nahrungsmittelunsicherheit steigt weiter an. Innerhalb von nur zwei Jahren (2015-17) ist die Anzahl der Betroffenen von 80 auf 124 Mio. gestiegen.
  • Compact on Refugees und Compact on Migration sind gute Beispiele für integrierte Lösungsansätze, um den globalen humanitären Bedarf zu senken. Eine mehrjährige Finanzierung und die stärkere Einbeziehung des Privatsektors und der Entwicklungsakteure sind dabei notwendig.
  • Für 2019 sind einige hochrangige Konferenzen geplant. Dabei bleibt der Jemen die mit 24 Mio. Menschen größte humanitäre Krise.

Außerdem sind mehrere Veranstaltungen anlässlich des 70jährigen Jubiläums der Genfer Konventionen in Planung.



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