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Deutschland übernimmt die Präsidentschaft im WFP-Exekutivrat

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Rom, 16. - 17. April 2020 - Deutschland übernimmt durch Botschafter Dr. Ulrich Seidenberger erstmals in seiner Mitgliedschaft für ein Jahr die Präsidentschaft des Exekutivrates des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP).

Dr. Ulrich Seidenberger führte den Vorsitz des WFP-Exekutivrats bei seiner ersten regulären Sitzung 2020, die wegen der COVID-19-Krise virtuell abgehalten wurde.
Dr. Ulrich Seidenberger führte den Vorsitz des WFP-Exekutivrats bei seiner ersten regulären Sitzung 2020, die wegen der COVID-19-Krise virtuell abgehalten wurde.© StäV Rom / Katherina Niemann

Der Exekutivrat hält an diesen Tagen seine erste reguläre Sitzung im Jahr 2020 ab  - als erster Governing Body einer UN-Organisation komplett virtuell aufgrund der landesweiten Ausgangssperre in Italien.

Die virtuelle Durchführung der zweitägigen Sitzung des Executive Board von WFP sichert die Aufrechterhaltung der operativen Handlungsfähigkeit der Organisation auch in einer historischen Krisensituation für WFP und das System der Vereinten Nationen insgesamt.

Auf der Agenda dieser ersten von insgesamt drei Exekutivratssitzungen in diesem Jahr unter deutschem Vorsitz steht insbesondere der Globale WFP Organisationsplan zu COVID-19.

Dabei ist WFP, unter Einsatz seiner beachtlichen logistischen Infrastruktur, als zentraler humanitärer und logistischer Akteur für die Mobilmachung der gesamten humanitären und medizinischen Hilfe in den weltweiten COVID-19 Reaktionsplänen der Vereinten Nationen verantwortlich.

Thematisch wird sich diese erste Jahressitzung neben COVID-19 auf strategische institutionelle Fragestellungen konzentrieren:

  • die Umsetzung von VN-Reformmaßnahmen,  
  • nachhaltige Personalplanung bei WFP, um mit dem exponentiellen Wachstum der Organisation in den vergangenen Jahren Schritt halten zu können, sowie
  • die Reaktionsfähigkeit von WFP in Krisensituationen.

Ein weiterer zentraler Punkt wird unter dem Schlagwort „Strategische Maßnahmen“ die Diskussion um die Übertragung bestimmter Entscheidungsbefugnisse an den WFP-Exekutivdirektor sein.

Damit soll das Ziel verfolgt werden, eine schnellere operative Handlungsfähigkeit von WFP in Krisensituationen zu gewährleisten.

Hintergrundinformationen

Das UN World Food Programme (WFP) wird von einem Exekutivrat geführt, der aus 36 Mitgliedsstaaten besteht.

Er unterstützt WFP in der Strategiefindung und kontrolliert dessen Programme.

Dem Exekutivrat sitzt der Präsident vor, der einen reibungslosen Ablauf sicherstellt und mit Hilfe eines repräsentativen Bureaus für die Herbeiführung eines Konsens verantwortlich ist.

Das Bureau des Exekutivrats besteht aus je einem Repräsentanten der fünf mitgliedstaatlichen Regional- und Gebergruppen.

Die Leitung von WFP obliegt dem Exekutivdirektor. Seit 2017 ist dies David Beasley.

Die Ausrichtung von WFP ist durch seinen Strategischen Plan festgelegt, der in Konsultationen mit dem Exekutivrat erstellt und alle vier Jahre erneuert wird.





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