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UN-Welternährungsprogramm erhält Friedensnobelpreis

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Rom, 09. Oktober 2020 - Das Welternährungsprogramm (WFP) hat den diesjährigen Friedensnobelpreis für seine „Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers“ und seinen „Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in den von Konflikten betroffenen Gebieten“ erhalten.

Nobel Peace Prize is awarded to World Food Programme
Nobel Peace Prize is awarded to World Food Programme© Norwegian Nobel Committee / Niklas Elmehed

Lesen Sie dazu die Erklärung von WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an das Welternährungsprogramm (WFP) ist eine ergreifende und ermutigende Anerkennung für die Arbeit der WFP-Mitarbeiter, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um weltweit fast 100 Millionen hungernden Kindern, Frauen und Männern mit Nahrung und Hilfsgütern zu helfen. Menschen, deren Leben durch Instabilität, Unsicherheit und Konflikte oft brutal erschüttert wird.

Jeder der 690 Millionen hungernden Menschen in der heutigen Welt hat das Recht, friedlich und ohne Hunger zu leben. Heute hat das norwegische Nobelpreiskomitee den Blick der Welt auf diese Menschen und auf die verheerenden Folgen von Konfliktsituationen gelenkt. Klimatische Veränderungen und wirtschaftlicher Druck haben ihre Notlage weiter verschärft. Und jetzt treibt eine globale Pandemie mit ihren drastischen Auswirkungen auf Volkswirtschaften und Gemeinschaften weitere Millionen Menschen an den Rand des Hungertods.

Der Friedensnobelpreis gehört nicht nur dem WFP.  Wir arbeiten eng mit Regierungen, Organisationen und Partnern aus dem privaten Sektor zusammen, deren Engagement für die Unterstützung der Armen und Hilfsbedürftigen dem unseren gleicht. Ohne diese Partner wäre es uns unmöglich, irgendjemandem zu helfen. Wir sind eine operative Organisation, und die tägliche Arbeit unserer Mitarbeiter wird jeden Tag von unseren Grundwerten der Integrität, Menschlichkeit und Integration bestimmt.

Wo es Konflikte gibt, gibt es Hunger. Und wo es Hunger gibt, gibt es oft Konflikte. Der heutige Tag ist eine Erinnerung daran, dass Ernährungssicherheit, Frieden und Stabilität zusammen gehören. Ohne Frieden können wir unser globales Ziel von Zero-Hunger nicht erreichen; und solange es Hunger gibt, werden wir niemals eine friedliche Welt haben.

(Quelle: WFP Press Release, Übersetzung: Katherina Niemann)

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