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G7-Präsidentschaftsprogramm – „Fortschritt für eine gerechte Welt“

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Berlin, 21. Januar 2022 - Deutschland hat seit dem 1. Januar 2022 den Vorsitz in der G7 inne. „Fortschritt für eine gerechte Welt“ – so lautet das Ziel, das sich die deutsche G7-Präsidentschaft in ihrem Programm gesetzt hat.

Die fünf großen Ziele für die deutsche G7-Präsidentschaft
Die fünf großen Ziele für die deutsche G7-Präsidentschaft© Bundesregierung

Ihr Höhepunkt ist das Gipfeltreffen der G7-Staats- und Regierungschefs. Es findet vom 26. bis 28. Juni in Schloss Elmau statt.

Schwerpunkte der deutschen G7-Agenda

Fortschritt für eine gerechte Welt – dieses Ziel soll die Arbeit der G7 leiten und sich an fünf Handlungsfeldern ausrichten.

Die Bundesregierung will dabei an die Ergebnisse vorheriger Präsidentschaften anschließen, gleichzeitig aber auch eigene Akzente setzen und neue Modelle der Kooperation zur Bewältigung globaler Herausforderungen initiieren:

  1. Nachhaltiger Planet

    Als Vorreiter und durch die Schaffung starker Allianzen wird sich die G7 für den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität sowie für eine beschleunigte globale Energiewende einsetzen.

    Deutschland möchte als G7-Vorsitz die Gründung eines offenen, kooperativen „Klima-Clubs“ anstoßen.

    Ziel ist, bei sozial gerechter Transformation gemeinsam voranzuschreiten und dem internationalen Klimaschutz einen entscheidenden Schub zu geben.

  2. Wirtschaftliche Stabilität und Transformation

    Als G7-Vorsitz ist es die feste Überzeugung der Bundesregierung, dass ökologische und sozial gerechte Transformation sowie ökonomischer Wohlstand Hand in Hand gehen können.

    Der gemeinsame Fokus auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung und ein inklusives Wachstum ist uns daher wichtig.

  3. Gesundes Leben

    Deutschland möchte die Vorreiterrolle der G7 beim Engagement für Pandemievorsorge und -bekämpfung weiterführen und ausbauen sowie eine verbesserte internationale Gesundheitsarchitektur voranbringen.

    Um das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, 70 Prozent der Weltbevölkerung bis Mitte 2022 gegen das Coronavirus zu impfen, ist eine substantielle Beschleunigung der globalen Impfkampagne nötig.

  4. Investitionen in eine bessere Zukunft

    Deutschland möchte seine G7-Präsidentschaft nutzen, um die internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 voranzutreiben.

    Angesichts des enormen Investitionsbedarfs von Schwellen- und Entwicklungsländern weltweit soll die G7 mit einer Initiative für Infrastruktur eine stärkere globale Rolle bei der Förderung sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger Infrastruktur und entsprechender Rahmenbedingungen einnehmen.

    Mit Blick auf die schweren Rückschläge durch die Pandemie wollen wir zudem auf konkrete Fortschritte bei der Erreichung globaler Entwicklungsziele hinarbeiten.

    Ein besonderer Schwerpunkt soll auf Ernährungssicherung und Mädchenbildung liegen.

  5. Starkes Miteinander

    Deutschland möchte seinen Vorsitz für ein starkes Engagement für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und inklusive Digitalisierung nutzen.

    Gleichzeitig möchte es die Rolle der G7 als Brückenbauer und Vermittler für Frieden und Sicherheit stärken.

    Auf Basis gemeinsamer Werte wollen wir bei internationalen Krisen klar Position beziehen und Lösungswege zur Umsetzung durch die internationale Gemeinschaft initiieren.

    Die Wahrung des internationalen Rechts und die multilaterale regelbasierte Ordnung werden wir mit Nachdruck verteidigen.

Hintergrundinformation

Die G7-Präsidentschaft ist ein ganzjähriger Arbeitsprozess.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Treffen der G7-Fachministerinnen und Fachminister, die neben dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs stattfinden.

Zudem werden regelmäßig Gastländer sowie Vertreterinnen und Vertreter ausgewählter internationaler Organisationen zum G7-Gipfel eingeladen.

Deutschland wird als G7-Vorsitz gemeinsam mit dem G7-Beirat zur Gleichstellung der Geschlechter (G7 Gender Equality Advisory Council) das Monitoring von Gleichstellungszielen der G7 weiter vorantreiben und ausgestalten.

Der Bundeskanzler wird darüber hinaus einen umfassenden Dialog mit der Zivilgesellschaft führen.

Dafür wird er mit nicht-staatlichen Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft (Business7), Nichtregierungsorganisationen (Civil7), Gewerkschaften (Labour7), Wissenschaft (Science7), Thinktanks (Think7), Frauen (Women7) und Jugend (Youth7) zusammenkommen.

(Quelle: https://www.g7germany.de/)

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