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IFAD-Bericht über die Entwicklung des ländlichen Raums 2021: „Transforming food systems for rural prosperity“.

Artikel

Die Ausgabe 2021 des Berichts über die Entwicklung des ländlichen Raums konzentriert sich auf die Umgestaltung der Ernährungssysteme für mehr Wohlstand im ländlichen Raum. Er wurde im September 2021 vom Internationalen Fonds für Landwirtschaft (IFAD) veröffentlicht.

IFAD Report 2022 - Transforming food systems for rural prosperity
IFAD Report 2022 - Transforming food systems for rural prosperity© IFAD

Bereits auf dem Food Systems Summit der Vereinten Nationen im Oktober 2021 wurde darauf hingewiesen, dass bei einer notwendigen Umgestaltung der Lebensmittelsysteme die Auswirkungen auf die ärmsten Menschen, Kleinbauern im ländlichen Raum, Frauen und junge Menschen besonders berücksichtigt werden müssen.

Es wurde zudem gezeigt, wie Klimawandel, Konflikte und das globale Wirtschaftssystem Anpassungen nötig machen, damit überhaupt mehr Menschen den Weg aus der Armut finden können und widerstandsfähiger gegenüber Krisen werden.

Im seinem Bericht über die Entwicklung des ländlichen Raums 2021 spricht sich IFAD klar für eine intensivere Ausrichtung auf lokale Unternehmen aus. Dies würde den Kleinbauern, die heute den Großteil der Nahrungsmittel für die Weltbevölkerung produzieren, die Möglichkeit geben, ihre eigene Armut zu überwinden und selbst Nahrungsmittel zu verarbeiten, zu lagern und zu vermarkten.

Regierungen könnten viel tun:

  • die richtigen Anreize setzen,
  • mehr Möglichkeiten für kleine und mittlere Wirtschaftsakteure schaffen,
  • Innovationen fördern,
  • Preissysteme stärken, die besser die realen Produktionskosten widerspiegeln (also auch die Umweltnutzen und -kosten),
  • Marktdefizite ausgleichen helfen und
  • mehr Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor, der Wissenschaft und Vertretern und Vertreterinnen der ländlichen Bevölkerung eingehen.

Es müssten mehr Beschäftigungsmöglichkeiten in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Lebensmittelsektors geschaffen werden.

Mehr Investitionen seine erforderlich, um kleine landwirtschaftliche Betriebe rentabler und produktiver zu machen.

Maßnahmen zur sozialen Absicherung, die eine gesündere Ernährung fördern und insbesondere armen Menschen und Frauen mehr Möglichkeiten geben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und wirtschaftlich unabhängiger zu werden, müssten mehr Beachtung finden.

„Transforming food systems will challenge established assumptions, mindsets, procedures, political and economic interests, and power relations. Deep policy reform and substantial investment will be needed.“ (IFAD Rural Development Report 2021)

Der Bericht (engl.) und weitere Informationen sind im Internet unter www.ifad.org/en/rural-development-report/ abrufbar.

Hintergrundinformation

Der Bericht über die ländliche Entwicklung 2021 wurde vom IFAD in enger Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen über einen Zeitraum von zwei Jahren erstellt.

In dem Bericht werden die systemischen Probleme beschrieben, die zu unserer derzeitigen Situation geführt haben, Prioritäten für die Umgestaltung unserer Lebensmittelsysteme aufgezeigt und Maßnahmen für einen nachhaltigen Wandel empfohlen.

Durch den enormen Anstieg der Weizenpreise, der zum Teil auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist, und die damit einhergehenden Folgen für viele Entwicklungsländer und die Armen in diesen Ländern rückt die Funktionsweise der Lebensmittelsysteme erneut in den Mittelpunkt.

Der Bericht enthält detaillierte Analysen und politische Empfehlungen zu diesen und vielen anderen Bereichen, darunter ausgewogener Ernährung, Lebensmittelverlusten und -verschwendung, Lebensmittelverarbeitung und im Speziellen der Tierverarbeitung.

Es werden auch neue Ergebnisse einer quantitativen globalen Modellierung vorgestellt, die die Folgen verschiedener Arten von transformativen Veränderungen auf eine Reihe von ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und ernährungsbezogenen Indikatoren simuliert.

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