Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

FAO fordert dringenden Handlungsplan zur Ernährungssicherheit

Artikel

New York/Rom, 19. Mai 2022 - Auf einem Ministertreffen bei den Vereinten Nationen in New York drängte FAO-Generaldirektor QU Dongyu auf Maßnahmen zur Gewährleistung der weltweiten Ernährungssicherheit.

Banner Global Food Security Call to Action
Banner Global Food Security Call to Action© UN

In seiner Rede rief FAO-Generaldirektor QU Dongyu zu einer dringenden Umgestaltung der Agrarnahrungsmittelsysteme auf, um sie integrativer, wirtschaftlich tragfähiger und widerstandsfähiger gegen vielfältige Krisen zu machen und eine bessere und höhere Produktion mit weniger negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu erzielen.

Laut des Anfang dieses Monats veröffentlichten Globalen Berichts über Ernährungskrisen waren im Jahr 2021 193 Millionen Menschen in 53 Ländern/Gebieten akut von Ernährungsunsicherheit betroffen und auf dringende Hilfe angewiesen. Prognosen zufolge werden bis Ende 2022 rund 329 000 Menschen in Somalia, Süd Sudan und Jemen eine katastrophale Ernährungsunsicherheit (IPC 5) erreichen.

Auch die Unterernährung hat zugenommen: Millionen von Kindern leiden unter Mangelernährung. Eine ausgewogene Ernährung für drei Milliarden Menschen unerreichbar ist, wie aus dem FAO-Bericht „State of Food Security and Nutrition 2021“(SOFI) hervorgeht. 

Qu wies darauf hin, dass der FAO-Lebensmittelpreisindex im März 2022 den höchsten Stand seit seiner Einführung im Jahr 1990 erreicht hat, und warnte vor den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die die weltweiten Lebensmittelpreise weiter in die Höhe treiben könnten, da Russland und die Ukraine führende Akteure auf den stark konzentrierten globalen Getreidemärkten sind.

Darüber hinaus sei die Russische Föderation einer der weltweit größten Exporteure von Düngemitteln, fügte er hinzu und wies darauf hin, dass die nächste Pflanzsaison von Ländern, die von Importen aus der Russischen Föderation abhängig sind, gefährdet sein könnte.

Sehen Sie dazu den Livestream: https://media.un.org/en/asset/k1g/k1grzeugy4

Hintergrundinformation

Bei dem Treffen auf Ministerebene (Global Food Security Call to Action) kamen Außenminister aus rund 30 Ländern aus verschiedenen Regionen zusammen.

Sie erörterten den dringenden humanitären und entwicklungspolitischen Bedarf sowie Maßnahmen, die zu einer signifikanten Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit beitragen könnten.

Den Vorsitz hatte der Außenminister der Vereinigten Staaten, Antony Blinken, inne.

Dabei wurde betont, dass das System der Vereinten Nationen selbst - in diesem Fall die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Welternährungsprogramm (WFP), UNICEF, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN OCHA) - eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Maßnahmen spielen muss, um eine Verschärfung der Krise zu verhindern.

nach oben