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Global Soil Partnership: Zehn Jahre Förderung globaler Agrarnahrungsmittelsysteme

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Rom, 23. bis 25. Mai 2022 - Vertreter von mehr als 500 Partnern, darunter Mitglieder der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), kamen diese Woche zur 10. Vollversammlung der Global Soil Partnership (GSP) zusammen.

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logo Global Soil Partnership (GSP)© GSP

Seit seiner Gründung vor 10 Jahren hat das APS daran gearbeitet, das Bewusstsein und die Politik auf globaler und lokaler Ebene für die Bedeutung einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung zu schärfen. Dabei wurde ein breites Spektrum abgedeckt, das von Erosion, Versalzung und Verschmutzung bis zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, Kohlenstoffbindung und Nährstoffungleichgewichten reicht.

Die Rolle der Böden und ihrer Fruchtbarkeit sei wichtiger denn je, um die Ernährungssicherheit für alle zu gewährleisten und die Umgestaltung der Agrarnahrungsmittelsysteme zu ermöglichen, damit diese effizienter, integrativer, widerstandsfähiger und nachhaltiger werden, sagte FAO-Generaldirektor QU Dongyu bei der Eröffnung der Versammlung.

Zu den Rednern bei der Eröffnung der Plenarsitzung gehörten Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (Deutschland), Chalermchai Sri-on, Minister für Landwirtschaft und Genossenschaften (Thailand), Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt und Fischerei, F. Abbasi, stellvertretender Landwirtschaftsminister der Islamischen Union (Iran), und Jihyan Lee, Direktor der Abteilung für Wissenschaft, Gesellschaft und nachhaltige Zukunft des Übereinkommens über die biologische Vielfalt.

Die Teilnehmer diskutierten und analysierten auch Initiativen wie

  • die Freiwilligen Leitlinien für nachhaltige Bodenbewirtschaftung und SoiLEX,
  • der Internationale Verhaltenskodex für die nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Düngemitteln,
  • RECSOIL: Rekarbonisierung globaler Böden,
  • die Kampagne zum Weltbodentag 2022 und
  • das Global Soil Doctors Programme.

Seit die FAO das Internationale Jahr der Böden 2015 und den Weltbodentag 2014 sowie zahlreiche GSP-Initiativen koordiniert hat, ist das öffentliche Interesse an der Bodengesundheit gestiegen. Allerdings fehlt es noch an einer stabilen Verankerung in verschiedenen internationalen Verpflichtungen.

Die Global Soil Partnership kann durch den neuen GSP-Aktionsrahmen (2022-2030), der messbare Leistungsziele enthält und die Entwicklung eines globalen Bodengesundheitsindex vorschlägt, als noch stärkere globale Stimme auftreten. Die Vereinbarungen sollen in konkrete Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden.

Der Aktionsrahmen zielt auch auf eine bessere Koordinierung mit den drei Rio-Konventionen ab, damit die Rolle der Böden bei der Erhaltung einer gesunden Umwelt angemessen berücksichtigt wird.

Hintergrundinformation

Da die in der FAO ansässigen Global Soil Partnership als „Netzwerk von Netzwerken“ fungiert, wird die Arbeit der regionalen Bodenpartnerschaften ebenso überprüft werden wie die Fortschritte verschiedener vom GSP unterstützter internationaler technischer Netzwerke, die sich auf bestimmte Themen konzentrieren.

Das Globale Symposium über Böden für Ernährung wird vom 26. bis 29. Juli 2022 stattfinden.

Frühere Symposien zu Themen wie organischer Kohlenstoff im Boden, Bodenverschmutzung, Bodenerosion, biologische Vielfalt im Boden und Bodenversalzung waren sehr gut besucht.

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