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Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland 2018 bis 2021

Artikel

Seit 2016 ist Deutschland weltweit zweitgrößter Geberstaat für humanitäre Hilfe; seit 2018 hat die Bundesregierung die Mittel für humanitäre Hilfe um rund 70 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro (2021) erhöht.

Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland  (2018 - 2021)
Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland  (2018 - 2021)© AA

Als Einstieg in die Lektüre lesen Sie vorab einige Kernbotschaften aus dem Bericht:

  • Deutschland hat sich als weltweit zweitgrößter Geber humanitärer Hilfe fest etabliert. In den vergangenen vier Jahren konnten die Mittel zudem weiter um 70 Prozent ausgebaut werden - auf 2,57 Mrd. im vergangenen Jahr und damit ein Drittel des AA-Haushalts.
  • Auch die Bedarfe sind rasant angewachsen. Haupttreiber waren bewaffnete Konflikte, gefolgt von den Sekundärfolgen der Pandemie und denen des Klimawandels.
  • Größter Schwerpunkt des deutschen Engagements war der Nahe Osten - insbesondere Syrien mit einem jährlichen Mittelansatz von etwa einem Drittel des humanitären Budgets.
  • Deutschland will das humanitäre System nicht nur finanziell stützen, sondern auch inhaltlich mitgestalten, wie zum Beispiel bei der Effizienzsteigerung im Rahmen des Grand Bargain, einer gendersensibleren Hilfe oder durch vorausschauende Ansätze.
  • In vielen Reformbereichen der humanitären Hilfe konnte Deutschland wesentliche Fortschritte erzielen. Z. B. stieg der Anteil flexibler Förderungen auf über 40 Prozent im vergangenen Jahr. Dies erlaubt es Hilfsorganisationen, schneller und effizienter zu reagieren.
  • In der vorausschauenden humanitären Hilfe konnte Deutschland seine „Wortführerschaft“ weiter ausbauen und zur Etablierung des Ansatzes im humanitären System beitragen, nicht zuletzt durch eine entsprechende G7-AM-Erklärung kürzlich in Weissenhaus. Weitere erfolgreiche Einsätze, z. B. am Horn von Afrika oder in Bangladesch, untermauerten die Wirksamkeit von vorausschauender humanitärer Hilfe.

Hintergrundinformation

Der Vierjahresbericht bietet einen umfassenden Einblick in die humanitäre Hilfe der letzten vier Jahre. Er beschreibt die großen Trends ebenso wie die politischen Prioritäten und regionalen Schwerpunkte unserer humanitären Hilfe.

Der erneut starke Anstieg 2021 beruhte sowohl auf überplanmäßigen Mitteln für die COVID-Hilfen, aber insbesondere auch auf den massiv angestiegenen Bedarfen in Afghanistan.

Dieser Mittelaufwuchs zeigt, dass Deutschland weltweit erhebliche Verantwortung als humanitärer Akteure übernimmt: etwa durch die schnelle Bereitstellung überplanmäßiger Mittel in akuten Notlage, aber auch durch kontinuierliches Engagement in Langzeitkrisen wie z.B. in Syrien und Jemen.

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