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Was tun gegen drohende Hungerkrise? – WFP-Direktor Martin Frick im Gespräch mit dem Deutschlandfunk

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Berlin, 06. Juli 2022 - Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) sind Menschen in vielen Ländern von Hunger bedroht, weil sie sich keine Nahrungsmittel mehr leisten können.

Interview Martin Frick mit dem Deutschlandfunk
Interview Martin Frick mit dem Deutschlandfunk© StäV Rom

Die größten Probleme lägen derzeit nicht in der Verfügbarkeit, sondern im Zugang zu Nahrungsmitteln, sagte Martin Frick, Deutschland-Direktor des Welternährungsprogramms (WFP), im Deutschlandfunk.

Besonders betroffen seien die Länder im Nahen Osten sowie in Nord- und Subsahara-Afrika.

Wir produzieren genug. Es ist eigentlich genug da. Nur hat die Corona-Pandemie nun über zwei Jahre Volkswirtschaften komplett erschöpft.

In mehr als 36 Ländern liege die Inflation über 25 Prozent, sagte Frick. Die Menschen könnten sich die Nahrungsmittel nicht mehr leisten.

Zudem verschärfe der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Versorgungskrise.

Als weitere Gründe nannte Frick andere Konflikte und den Klimawandel.
Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der Pandemie auf die Versorgungslage sind auch Gegenstand eines Berichts der Vereinten Nationen, der diesen Mittwoch in New York vorgestellt wird.

Hören Sie hier das komplette Interview (07:15): https://www.deutschlandfunk.de/was-tun-gegen-drohende-hungerkrise-interview-martin-frick-wfp-direktor-dlf-1ce0f65b-100.html

Hintergrundinformation

Dr. Martin Frick ist seit November 2021 Direktor des WFP-Büros für Deutschland, Österreich und Liechtenstein.

Zuvor war er Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für den Food Systems Summit 2021 und leitender Direktor des UNFCCC-Sekretariats, das sich um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens kümmert.

Als Klimachef der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und später als Programmdirektor der Kofi-Annan-Stiftung trug er außerdem zur Entwicklung des Konzepts der Klimagerechtigkeit bei.

Als deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen in Bonn half Frick beim Aufbau des UN-Sustainability Hub.

Martin Frick ist promovierter Jurist.

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