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WFP warnt vor Kürzungen bei humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit

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Berlin, 6. September 2022 - Anlässlich der Haushaltverhandlungen diese Woche warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) eindringlich vor Kürzungen der Haushaltstitel für Entwicklung und humanitäre Hilfe.

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Der Haushaltsentwurf für 2023 sieht teils drastische Einschnitte bei den Haushaltstiteln Krisenbewältigung und wichtiger Sonderinitiativen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der humanitären Hilfe im Auswärtigen Amt (AA) vor.

Kürzungen mitten in der Hungerkrise wären ein fatales Signal an Millionen hungerleidende Menschen und der deutschen Führungsrolle in diesem Bereich nicht angemessen,

sagte Dr. Martin Frick, Leiter von WFP in Deutschland. 

Deutschland war im vergangenen Jahr zweitgrößter humanitärer Geber weltweit.

Zunehmende Konflikte, Klimaextreme, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die globalen Schockwellen des Kriegs in der Ukraine haben die Zahl der akut Hungernden weltweit auf 345 Millionen emporschnellen lassen.

Allein durch die Corona-Krise hatte sich die Zahl auf 276 Millionen verdoppelt und durch den Krieg nochmal erhöht.

Hintergrundinformation

Deutschland hat zu Beginn der Ernährungskrise großzügig Gelder für die globale Ernährungssicherheit zur Verfügung gestellt und das Thema innerhalb seines G7-Vorsitzes ganz oben auf die politische Agenda gebracht.

Das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) haben sich des Themas Hunger ressortübergreifend angenommen und neben finanziellen Zusagen auch wichtige politische Impulse gesetzt.

Neben der Aufstockung lebensrettender Nothilfe gilt das besonders für Projekte, die langfristige strukturelle Änderungen vorsehen.

Zunehmende Extremwetterereignisse und die globalen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine zeigen, dass unsere Ernährungssysteme weder krisenfest noch zukunftssicher sind. Neben der Linderung akuter Not müssen wir vorbauen, um zukünftige Katastrophen abzumildern. Diese Vorhaben können nicht warten und brauchen eine solide finanzielle Ausstattung. Das ist in deutschem Interesse, weil es kosteneffizient ist und Sicherheitspolitik umfassend denkt,

fasst Dr. Frick zusammen.

(Quelle: WFP Pressmeitteilung)

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