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Vorstellung des Welthunger-Index 2022

Artikel

Berlin, 13. Oktober 2022 - Die Welthungerhilfe stellte heute den aktuellen Welthunger-Index (WHI) vor, der jährlich gemeinsam mit Concern Worldwide herausgegeben wird.

Laut des Berichts drohen schwere Rückschläge beim Bemühen, die Ernährung aller Menschen sicherzustellen.

Factsheet Welthunger-Index 2022
Factsheet Welthunger-Index 2022© Welthungerhilfe

Bewaffnete Konflikte, der Klimawandel und die Corona-Pandemie verstärkten sich gegenseitig und führten dazu, dass 2021 bis zu 828 Millionen Menschen hungern mussten.

Der Krieg in der Ukraine hat die Situation noch einmal massiv verschärft.

Der Generalsekretär der Welthungerhilfe Mathias Mogge betonte:

Das Recht auf Nahrung muss bei der Transformation der Ernährungssysteme im Mittelpunkt stehen.

Nur wenn die Gemeinschaften und Bäuerinnen und Bauern mit ihrem lokalen Wissen und ihren konkreten Bedürfnissen mitbestimmen, können nachhaltige Lösungen für die Beseitigung des Hungers gefunden werden.

Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, mahnte rasches Handeln an:

Wir müssen schnell auf die humanitären Notlagen reagieren und sowohl flexible und höhere Mittel zur Verfügung stellen und zugleich größere Investitionen für die Transformation der Ernährungssysteme bereitstellen.

Hintergrundinformation

Der Welthunger-Index (WHI) untersucht, wie sich die weltweite Hungersituation entwickelt.

Dabei konzentriert sich die 17. Ausgabe des WHI auf einen zentralen Ansatz zur Transformation von Ernährungssystemen unter Mitbestimmung lokaler Akteure.

Der Bericht untersucht die Ernährungslage in 129 Ländern. Afrika südlich der Sahara sowie Südasien sind erneut die Regionen mit den höchsten Hungerraten.

Besonders dramatisch ist demzufolge die Lage am Horn von Afrika, wo die schlimmste Dürre seit vier Jahrzehnten herrsche. In Somalia erlebten Menschen in einigen Regionen bereits eine lebensbedrohliche Hungersnot.

Laut Studie werden in 46 Ländern bis 2030 voraussichtlich noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

Mehr zum Thema: https://www.welthungerhilfe.de/hunger/welthunger-index

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