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Deutschland erhöht Mittel im Kampf gegen Nahrungsmittelkrise um eine Milliarde Euro

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Berlin, 11. November 2022 - Die Bundesregierung will zusätzlich noch in diesem Jahr eine Milliarde Euro zur Bekämpfung der aktuellen globalen Ernährungskrise mobilisieren.

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Logo German Humanitarian Assistance© AA / GFFO

Außenministerin Annalena Baerbock erklärte,  das Auswärtige Amt werde knapp die Hälfte davon für die Verstärkung seiner humanitären Hilfe verwenden und so in kürzester Zeit Millionen Bedürftiger mit Grundnahrungsmitteln versorgen.

Die Welt befindet sich in einer Ernährungskrise historischen Ausmaßes

so Baerbock.

Demnach werden die vom Bundestag zusätzlich beschlossenen 1 Milliarde Euro zur Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise wie folgt verteilt:

  • 495 Millionen Euro für humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts (AA)
  • 495 Millionen Euro für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und
  • 10 Millionen Euro für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Die zusätzlichen Beiträge kommen den Menschen in Pakistan zugute, dessen Land noch weitgehend überflutet ist.

Am Horn von Afrika wissen Familien nicht, wie sie ihre Kinder nach der fünften Regenzeit in Folge ernähren sollen.

Darüber hinaus steht den Menschen in den von Russland verwüsteten Teilen der Ukraine ein harter Winter bevor.

Hintergrundinformation

Weltweit leiden derzeit 828 Millionen Menschen an Unterernährung.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes sind die Hauptursachen für den Anstieg der weltweiten Notlage der Klimawandel, bewaffnete Konflikte und die Folgen der Covid-19-Pandemie.

Deutschland hat sein humanitäres Engagement in den vergangenen zehn Jahren ausgeweitet: Von rund 270 Millionen Euro im Jahr 2012 auf bereits 2,7 Milliarden Euro im laufenden Jahr.

Mit den zusätzlichen Auszahlungen wird die deutsche humanitäre Hilfe einen neuen Höchststand erreichen.
Damit bleibt Deutschland auch in diesem Jahr der zweitgrößte Geber nach den USA.

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