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Deutschland unterstützt IFAD mit 13,7 Millionen Euro zur Förderung agrarökologischer Wertschöpfungsketten in Indien

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Rom, 28. November 2022 – Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat ein Zusatzabkommen mit dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) unterzeichnet.

Landnutzungswandel im Himalaya 
Landnutzungswandel im Himalaya © IFAD

Damit finanziert Deutschland das Projekt „Förderung agrarökologischer Wertschöpfungsketten in Indien und der Himalaya-Region“ mit 13,7 Millionen Euro.

Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die ökologisch sensibel produzieren, fehlt oftmals der Zugang zu Märkten und Einkommen.

Ziel des Projekts ist es deshalb, die Einkommen kleiner, agroökologisch produzierender Bauern und mit ihnen verbundener ländlicher Kleinst-/Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) zu erhöhen, indem

  • ihr Zugang zu Märkten erleichtert,
  • Investitionen zur Erhöhung der Wertschöpfung angeregt und
  • die Vermarktung nachhaltiger Nahrungsmittel auf lokalen, regionalen und nationalen städtischen Märkten verbessert

wird. Dabei geht es nicht nur um die Stärkung und Steigerung lokaler agrarökologischer Wertschöpfungsketten, sondern auch um gesundere und nachhaltiger produzierte Nahrung.

Mittel- bis langfristiges Ziel ist der Aufbau eines stabilen ökologischen Produktionssystems in der indischen Himalaya-Region sowie in Teilen Zentral- und Westindiens.

Zielgruppen sind kleine landwirtschaftliche Produzenten, Frauen, Jugendliche und landwirtschaftliche Unternehmer, die in agroökologische Produktionsweisen investieren.

Hintergrundinformation

Seit der Gründung des IFAD im Jahr 1977 hat Deutschland insgesamt 711 Mio. USD als Kernfinanzierung für die Arbeit des IFAD in den Bereichen Klimaschutz, Gleichstellung der Geschlechter sowie Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit zur Verfügung gestellt und sich für gerechte und nachhaltige Ernährungssysteme eingesetzt.

Darüber hinaus hat Deutschland über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderkredite in Höhe von bis zu 800 Mio. EUR bereitgestellt.

Mit seinen jüngsten Beiträgen hat Deutschland insgesamt 167 Mio. EUR an zusätzlichen Mitteln bereitgestellt, um die Entwicklung inklusiver nachhaltiger Wertschöpfungsketten, die Klimaanpassung und die Beschäftigung junger Menschen zu unterstützen. 

Deutschland leistet damit wichtige zusätzliche strukturelle und nachhaltige Beiträge in einer Zeit, in der die Ernährungssicherheit überall auf der Welt unter Druck steht und der Klimawandel für Bauern immer stärker spürbar wird.

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