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Welternährungsprogramm (WEP): Deutscher Rekordbeitrag von 1,7 Milliarden Euro im Kampf gegen den Hunger

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Berlin, 29. Dezember 2022 - Angesichts der weltweit steigenden Zahl hungernder Menschen hat Deutschland seinen Beitrag zum Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) auf mehr als 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2022 erhöht.

Deutscher Rekordbeitrag von 1,7 Milliarden für das Welternährungsprogramm (WEP) im Jahr 2022
Deutscher Rekordbeitrag von 1,7 Milliarden für das Welternährungsprogramm (WEP) im Jahr 2022© StäV Rom

In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung sagte Martin Frick, Leiter der WFP-Büros in Berlin und Brüssel:  

Deutschland ist eine treibende Kraft im internationalen Kampf gegen den Hunger.

Deutschlands Rolle zeige sich nicht nur in der Unterstützung von WFP-Programmen weltweit, sondern auch durch Initiativen, „den Hunger als sicherheitspolitisches Thema etabliert haben“.

Das Jahr 2022 habe gezeigt, „wie eng Ernährungs-, Energiesicherheit, Konflikte und Klimakrise miteinander verwoben sind“, sagte Frick weiter.

Hunger ist Symptom und Ursache zugleich und ein Hebel, an dem wir ansetzen müssen, wenn wir aus dieser Krisenspirale ausbrechen wollen.

So leistete das WFP beispielsweise dringende Ernährungshilfe für Menschen aus der Ukraine im eigenen Land oder in Nachbarländern.

Deutsche Beiträge ermöglichten es dem WFP auch, ukrainisches Getreide zu transportieren und zu verteilen, nachdem die Exporte aus den Schwarzmeerhäfen wiederaufgenommen wurden.

Weitere Zuschüsse kamen unter anderem den Menschen in Ostafrika, der Sahelzone, im Jemen, in Afghanistan und Pakistan zugute.

Hintergrundinformation

Das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind die beiden großen Partner des WFP in Deutschland. 

Doch auch mit dem Landwirtschaftsministerium (BMEL) hat WFP 2022 enger zusammengearbeitet.

Im Jahr 2021 hatten die deutschen Beiträge für das Programm der Vereinten Nationen 1,2 Milliarden Euro betragen.

Laut dem WFP haben die Klimakrise, explodierende Kosten für Nahrungsmittel, Konflikte und die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Zahl der akut hungernden Menschen auf 349 Millionen getrieben.

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Geber des UN-Welternährungsprogramms.

(Quelle: WFP Pressemitteilung)

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