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Berliner Agrarministerkonferenz beschließt Abschlusskommuniqué

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Rund 70 Agrarministerinnen und -minister haben sich auf der 15. Berliner Agrarministerkonferenz im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt.

GFFA 2023
GFFA 2023© BMEL / Thomas Trutschel

Auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir haben Agrarministerinnen und ‑minister aus aller Welt sowie Vertreterinnen und Vertreter von 14 internationalen Organisationen bei der 15. Berliner Agrarministerkonferenz darüber beraten, wie das Recht auf Nahrung (right to food) weltweit umgesetzt werden kann.

In ihrer Abschlusserklärung einigten sie sich darauf, die Verfügbarkeit und den Zugang zu Nahrungsmitteln für alle sowie deren Erschwinglichkeit und Sicherheit zu gewährleisten, um das UN-Ziel „Null Hunger“ der Agenda 2030 zu erreichen.

Bundesminister Özdemir betonte, humanitäre Hilfe sei essenziell, aber sie helfe auch nur kurzfristig.

Während Krieg und Klimakrise mit einem Wimpernschlag großen Schaden anrichten, braucht es Zeit, Felder zu bestellen. Wir müssen weg vom kurzfristigen Krisenhopping, unsere Unterstützung muss langfristig wirken. 

Deshalb müssen wir die landwirtschaftliche Entwicklung weltweit stärken, wir brauchen einen Fokus auf langfristige Lösungen. Getreidesilos bauen statt Getreidesäcke schicken – darum muss es gehen.

Das gemeinsame Kommuniqué der Agrarministerinnen und -minister enthält klare Worte zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die dadurch ausgelöste weltweite Ernährungsunsicherheit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky appellierte in seiner Videobotschaft an die Agrarministerinnen und Agrarminister, die ukrainische Getreide-Initiative zu unterstützen.

Hintergrundinformation

Das Treffen der Agrarminister in Berlin gilt als der politische Höhepunkt des GFFA.

Unter dem Titel „Transforming food systems: A Global Response to Multiple Crises“ konzentrierten sich die Fachveranstaltungen des GFFA auf die Frage, wie Ernährungssicherheit trotz multipler Krisen weltweit langfristig gelingen kann.

Vier Tage lang trafen sich tausende hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft seit 2020 zum ersten Mal wieder in Präsenz.

Sie tauschten sich auf der internationalen Konferenz über die zentralen Fragen für die Zukunft der globalen Agrar- und Ernährungswirtschaft aus.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Nick, hatte die Konferenz am 19. Januar eröffnet.

(Quelle: BMEL-Pressemitteilung)

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