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Sicherung der Welternährung

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Es wird geschätzt, dass derzeit etwa 815 Millionen Menschen an Hunger und chronischer Unterernährung leiden. Diese Zahl markiert einen Anstieg, nachdem die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 ständig abgenommen hatte.

Welternährung verstehen
Welternährung verstehen © BMEL

Sicherung der Welternährung

Vor allem in Teilen Afrikas südlich der Sahara, in Südostasien und Westasien hat sich die Ernährungssituation verschlechtert. Die Hauptgründe dafür liegen in kriegerischen Konflikten sowie Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen.

Zugenommen hat auch die Zahl der Mangel- und Fehlernährten und zwar in allen Weltregionen. So waren im Jahr 2016 rund 41 Millionen Kinder unter fünf Jahren übergewichtig.

Der Kampf gegen den Hunger hat für die Bundesregierung höchste Priorität.

Durch Investitionen in die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern müssen

  • die Erträge und die Produktivität nachhaltig gesteigert sowie
  • die Kaufkraft der Bevölkerung vor Ort gestärkt werden.

Das Menschenrecht auf Nahrung

Die internationale Staatengemeinschaft hat im Rahmen der Vereinten Nationen völkerrechtliche Normen und Leitlinien verabschiedet, die den Referenzrahmen für nationales Regierungshandeln im Bereich der Ernährungssicherheit bieten.

Hierzu zählen

  • das Menschenrecht auf Nahrung,
  • das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitätsversorgung sowieDas Menschenrecht auf angemessene Nahrung besagt, dass Menschen entweder Zugang zu Ressourcen haben müssen, die sie dazu befähigen, in Quantität und Qualität ausreichende Nahrung zu produzieren, oder genug zum Erwerb von Nahrung verdienen müssen, um sich nicht nur vor Hunger zu schützen, sondern darüber hinaus Gesundheit und Wohlbefinden abzusichern.
  • die freiwilligen Leitlinien zum Recht auf Nahrung.

Die Freiwilligen Leitlinien der FAO zum Recht auf Nahrung

Die im November 2004 von der FAO beschlossenen "Freiwilligen Leitlinien zur Unterstützung der schrittweisen Verwirklichung des Rechts auf Nahrung im Kontext nationaler Ernährungssicherung" geben den Staaten Handlungsempfehlungen für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung.

Die Leitlinien fordern von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verstärkte Anstrengungen zur Bekämpfung des Hungers.

Projekte zur Ernährungssicherung - der Bilaterale Treuhandfonds mit der FAO

Seit dem Jahr 2002 unterstützt das BMEL durch einen Bilateralen Treuhandfonds (BTF)  Projekte der Internationalen Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Überwindung von Hunger und Unterernährung.

Schwerpunkt des BTF ist die Förderung der Ernährungssicherung und der Landwirtschaft in ländlichen Räumen.

Mit einem jährlichen Budget von 10 Millionen Euro wurden über den BTF seit 2002 rund 120 Millionen Euro für mehr als 100 Projekte zur Verfügung gestellt.

Durch dieses freiwillige finanzielle Engagement leistet die Bundesrepublik Deutschland einen zusätzlichen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Vereinten Nationen.



Stand: März 2018

 

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