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Welternährungsprogramm - WFP

Artikel

Das Welternährungsprogramm (World Food Programme) der Vereinten Nationen ist die weltweit größte Organisation im Bereich Ernährungshilfe.

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WFP Logo © StäV Rom

Im Kampf gegen den Hunger weltweit leistest WFP Ernährungshilfe in Krisen, Katastrophen und Konflikten, und arbeitet zusammen mit Menschen vor Ort an der Verbesserung ihrer Ernährungssituation und der Stärkung ihrer Resilienz.

WFP wurde im Jahr 1961 von der VN-Generalversammlung zusammen mit der Welternährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) zunächst als dreijähriges Programm zur Nahrungsmittelsoforthilfe gegründet, und 1965 auf Dauer eingerichtet.

Aufgaben und Ziele

Seit seiner Gründung  verfolgt WFP eine Vision: eine Welt, in der jeder Mensch stets Zugang zu den Nahrungsmitteln hat, die für ein aktives und gesundes Leben notwendig sind.

Die Strategie der Organisation ist im Strategischen Plan festgelegt, der alle fünf Jahre erneuert wird.

Der derzeitige Strategische Plan 2017-2021, angenommen bereits ein Jahr nach der Verabschiedung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung, richtet WFPs Arbeit auf die globale Handlungsaufforderung der Agenda 2030 aus, welche Anstrengungen zur Beendigung von Armut, Hunger und Ungleichheit priorisiert.

Der Strategische Plan 2017-2021 hat einen Reformprozess der Organisation  in Gang gesetzt, welcher durch die Schaffung neuer Planungs- und Operationsstrukturen WFPs Beitrag zu nationalen Anstrengungen zur Erreichung der SDGs maximieren wird.

Deutschland unterstützt diesen Reformprozess aktiv, unter anderem durch seine Mitgliedschaft im WFP-Exekutivrat.

Hilfe in Notfällen und Krisen sowie das Retten von Leben und Lebensgrundlagen bleibt Kernaufgabe der Organisation, insbesondere vor dem Hintergrund steigender humanitärer Bedarfe und zunehmend komplexer und langwieriger Krisensituationen.

Diese Programme umfassen

  • direkte Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Bargeld oder Gutscheinen für Opfer von Krisen und Katastrophen, ergänzt durch
  • Übergangshilfe zur Stabilisierung nach akuten Notsituationen und zur Deckung der Lücke zwischen Nothilfe und anschließender Entwicklungszusammenarbeit.

Darüber hinaus engagiert sich WFP in der längerfristigen Ernährungshilfe zur Unterstützung der

  • wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung,
  • zur Schaffung von Ernährungssicherheit, sowie der
  • Reduzierung von Unter- und Mangelernährung speziell bei Kleinkindern und Müttern.

Durch solch langfristige Ernährungssicherungsmaßnahmen wird die Widerstandsfähigkeit der Menschen gestärkt, um neuen Krisen vorzubeugen bzw. deren Auswirkungen abzuschwächen.

Neben der Ernährungshilfe erbringt WFP logistische Dienstleistungen für humanitäre Akteure in Krisengebieten (z.B. Flugdienste für humanitäre Helfer, Transport- und Lagerungsmöglichkeiten für Hilfsgüter).

WFP unterstützt jährlich etwa 80 Mio. Menschen in mehr als 80 Ländern.

Institutioneller Aufbau

Das Steuerungs- und Aufsichtsorgan des WFP ist seit 1996 der Exekutivrat mit 36 Mitgliedsstaaten, welche jeweils zur Hälfte vom VN-Wirtschafts- und Sozialrat und dem FAO-Rat gewählt werden.

Der Exekutivrat tagt dreimal jährlich und prüft die vom WFP-Exekutivdirektor vorgeschlagenen Projekte sowie das Verwaltungs- und Programmbudget.

Deutschland ist WFP-Gründungsmitglied und Mitglied des Exekutivrats.

Der Exekutivdirektor des WFP zeichnet für Leitung und Management des WFP sowie alle seine Programme, Projekte und weitere Aktivitäten verantwortlich.

WFP hat außerdem vier stellvertretende Exekutivdirektoren für spezifische Aufgaben.

Der VN-Generalsekretär und der Generaldirektor der FAO ernennen gemeinsam die WFP-Exekutivdirektorin oder den Exekutivdirektor für jeweils fünf Jahre.

Finanzierung

Das WFP finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen.

WFP beziffert seinen finanziellen Bedarf 2018 mit 9 Mrd. USD.

WFP und Deutschland

Hinzu kommen Zuwendungen an WFP durch das Budget der Europäischen Kommission.

Verbindungsbüro Berlin

Neben acht Verbindungsbüros in den wichtigsten Geberstaaten gibt es über 70 Länderbüros.

Das Berliner WFP-Verbindungsbüro wurde Ende 2004 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit mit Regierungen im deutschsprachigen Europa (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, deutschsprachige Schweiz) auszubauen und die Öffentlichkeit verstärkt auf das Thema Hunger aufmerksam zu machen.


Stand: März 2018



WFP Exekutivedirektor

David Beasley (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 5. April 2017

WFP
World Food Programme
Welternährungsprogramm
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I - Rom 00148, Italien
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