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Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung - IFAD
Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.
Gegründet im Jahr 1977, zählt IFAD heute 180 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland als Gründungsmitglied.
IFAD nimmt zugleich die Rolle einer internationalen Finanzinstitution ein und spezialisiert sich auf kleinbäuerliche Strukturen sowie deren Integration in nachhaltige Landwirtschaftssysteme.
Aufgaben und Ziele
Die zentralen Ziele der Organisation sind:
Unterstützung ländlicher Entwicklung: Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Gebieten.
Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung: Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Ernährung und zur Bekämpfung von Armut in ländlichen Regionen.
Konkret arbeitet IFAD an folgenden Themen:
Existenzsicherung durch Produktions- und Produktivitätssteigerungen
Erwirtschaftung marktfähiger Überschüsse
Gründung von Kleinst- und Kleinbetrieben
Integration in regionale, nationale, internationale Märkte und Wertschöpfungsketten.
Hierzu vergibt der IFAD Kredite in Zusammenarbeit mit nationalen Regierungen und Finanzinstitutionen sowie direkt an den Privatsektor.
Mit seiner Tätigkeit trägt der IFAD zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) bei, insbesondere zu SDG 1 (Keine Armut) und SDG 2 (Kein Hunger).
Im Jahr 2024 unterstützte der IFAD insgesamt 182 Programme und Projekte in 87 Ländern und Gebieten
Finanzierung
Die Finanzierung des IFAD erfolgt überwiegend durch freiwillige Beiträge der Mitgliedstaaten, die jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren zugesagt werden.
Derzeit läuft bis Ende 2027 der 13. Wiederauffüllungszeitraum (IFAD13), in dessen Rahmen rund 1,875 Mrd. USD von den Mitgliedstaaten zugesagt wurden.
Die Verhandlungen zur 14. Wiederauffüllungsrunde wurden im Februar 2026 aufgenommen.
Institutioneller Aufbau
IFAD hat zwei Hauptorgane:
Gouverneursrat: Dieses höchste Entscheidungsgremium trifft sich in der Regel einmal jährlich. Hier sind alle Mitgliedstaaten vertreten, und es werden wichtige Entscheidungen, wie die Wahl des IFAD-Präsidenten, getroffen.
Exekutivrat: Dieser überwacht das Tagesgeschäft und genehmigt Strategien sowie Programme. Der Exekutivrat tagt in der Regel dreimal jährlich und setzt sich aus 18 Exekutivdirektoren und deren Vertretern zusammen.
IFAD und Deutschland
Deutschland ist ein bedeutender Beitragszahler des IFAD und leistet im aktuellen Wiederauffüllungszeitraum einen Kernbeitrag von rund 88,5 Millionen Euro. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Programme in den Bereichen Privatsektorentwicklung, Jugendbeschäftigung und Geschlechtergerechtigkeit.
Im Juli 2016 wurde zwischen dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem IFAD eine strategische Partnerschaft vereinbart, um gemeinsame Investitionen und Entwicklungsstrategien für den ländlichen Raum voranzutreiben.
Zudem engagiert sich Deutschland durch befristete Personalentsendungen sowie die Unterstützung von Initiativen zur Stärkung der Landrechte.
Stand: April 2025
IFAD President
Alvaro Lario (Spanien), seit September 2022
IFAD
International Fund for Agricultural Development
Via Paolo di Dono, 44
00142 - Rom, Italien
Internet: https://www.ifad.org/en/