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Welternährungsprogramm - WFP

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt.

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WFP Logo © WFP

Gemäß dem Credo „Saving Lives – Changing Lives“ ist WFP auch im Bereich der Resilienzprogramme und der Übergangshilfe ein zentraler Akteur.

Im Dezember 2020 erhielt WFP den Friedensnobelpreis für seine globalen Bemühungen im Kampf gegen Hunger.

WFP leistet Nahrungsmittelhilfe in (Hunger-) Krisen und arbeitet vielerorts mit lokalen Gemeinschaften zusammen, um deren Versorgungslage auch jenseits der Nothilfe zu verbessern. Im Jahr 2026 plant WFP 110 Millionen Menschen in über 100 Ländern zu unterstützen.

Deutschland fördert WFP über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie das Auswärtige Amt aktiv - sowohl finanziell als auch politisch, nicht zuletzt im Rahmen der Humanitären Diplomatie. Die Bundesregierung fördert WFP über akute Nahrungsmittelhilfe und Projekte zur langfristigen Sicherung der Ernährungssicherheit.

Aufgaben und Ziele

WFP wurde 1961 gegründet mit dem Ziel, den Hunger weltweit zu bekämpfen („Zero Hunger“) und die Ernährungslage zu verbessern. Die Arbeit von WFP basiert dabei auf den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), insbesondere unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels sowie der Förderung von Gender Equality, sozialer Sicherung und Inklusion.

Mit der Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfe für akut bedrohte Menschen und die Verbesserung der Ernährungssicherheit durch Steigerung der Resilienz von Gemeinschaften verbindet WFP Nothilfe mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit.

Darüber hinaus setzt WFP auch auf vorausschauende humanitäre Hilfe, um Ernährungskrisen frühzeitig zu verhindern.

WFP engagiert sich dabei in langfristigen Projekten zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, Anpassung an den Klimawandel und Schaffung nachhaltiger Ernährungssicherheit.

Zusätzlich bietet WFP anderen UN-Hilfsorganisationen logistische Unterstützung in Krisengebieten, z.B. über den humanitären Flugdienst der VN (UNHAS).

Institutioneller Aufbau

Der Exekutivrat ist das zentrale Organ des WFP, bestehend aus 36 Mitgliedstaaten, die durch den Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) der Vereinten Nationen sowie durch den FAO-Rat gewählt werden. Der WFP-Exekutivrat tagt dreimal jährlich, um Projekte und Budgets zu prüfen.

Deutschland ist Gründungsmitglied des WFP und hat derzeit auch einen Sitz im Exekutivrat. Die Exekutivdirektorin, seit 2023 Cindy McCain (USA), leitet die Organisation und wird (mit Möglichkeit der Verlängerung) für fünf Jahre durch den VN-Generalsekretär und den FAO-Generaldirektor ernannt.

Ihr stehen der stellvertretende Exekutivdirektor, Carl Skau (Schweden), sowie drei beigeordnete Exekutivdirektor:innen in allen operativen Entscheidungen zur Seite.

Finanzierung

WFP finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Beiträge der Mitgliedsstaaten sowie, zu einem geringeren Teil aus Zuwendungen von Firmen und privaten Spenden.

Nach Rekordzuwendungen von 14,2 Milliarden USD im Jahr 2022 verzeichnete WFP seither einen drastischen Rückgang der Gebermittel auf etwas über 6 Milliarden USD im Jahr 2025.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die Hunger leiden in den letzten Jahren wieder drastisch an.

Stand: Februar 2026

WFP Exekutivdirektor
Cindy McCain (Vereinigte Staaten von Amerika), seit April 2023

WFP
World Food Programme
Via Cesare Giulio Viola, 68
Parco dei Medici
00148 - Rom, Italien
Internet: https://www.wfp.org/


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