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Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung - IFAD

Artikel

Der Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Mandat der Förderung der ländlichen Entwicklung und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zur Schaffung von Ernährungssicherheit und Bekämpfung der Armut in ländlichen Gebieten.

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IFAD Logo © IFAD

IFAD wurde 1977 gegründet, und hat gegenwärtig 172 Mitglieder. Deutschland ist Gründungsmitglied.

Aufgaben und Ziele

Aktuell ist IFAD in 98 Ländern mit ca. 210 Maßnahmen aktiv und erreicht damit ca. 100 Mio. Menschen.

Hauptanliegen der Organisation sind:

  • die Bekämpfung der Armut in ländlichen Gebieten;
  • die Schaffung von Ernährungssicherheit  durch Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft (80% der Produktion in Entwicklungsländern) und
  • die Vermeidung von Migration und Konflikte.

Im Vordergrund steht:

  • Die Verbesserung der Produktionskapazität der Armen in ländlichen Gebieten;
  • die Verbesserung des Zugangs der armen Landbevölkerung zu Finanzdienstleistungen, Märkten, Technologien, Land;
  • die Stärkung der ökologischen Nachhaltigkeit und der Klimaanpassung.

Die Zuteilung von Mitteln erfolgt auf Grundlage der Feststellung des jeweiligen Bedarfs sowie entwicklungsgünstiger Rahmenbedingungen im Sektor ländliche Entwicklung

Querschnittsthemen: Verbesserungen in den Bereichen Gender, Ernährung, Klima müssen in allen Vorhaben gewährleistet sein. Künftig auch Jugend, v.a. Jugendbeschäftigung.

Institutioneller Aufbau

Der Fonds verfügt über zwei Hauptorgane:

Gouverneursrat (Governing Council)

Jeder Mitgliedsstaat ernennt einen Gouverneur. Die Gesamtheit der Gouverneure bildet den Gouverneursrat, der das höchste Beschlussorgan ist.

Er tritt einmal im Jahr (Februar) zusammen und ist u.a. für die Wahl des IFAD-Präsidenten sowie den Haushalt von IFAD zuständig

Exekutivrat (Executive Board)

Der Exekutivrat ist für die Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeiten, des Budgets und die Billigung der thematischen und Länderstrategien sowie der Projekte/Programme zuständig.

Er setzt sich aus 18 Exekutivdirektoren zusammen.

Der Exekutivrat tritt in der Regel dreimal im Jahr zusammen. Er wird durch einen Auditierungs- (Finanz-) und einen Evaluierungsausschuss unterstützt.

Finanzierung

IFAD finanziert sich über freiwillige Beiträge,  die für jeweils drei Jahre zugesagt werden. Für die 11. Wiederauffüllungsrunde 2019-2021 werden  1,2 Milliarden USD erwartet.

IFAD hat über 100 Geber; auch die ärmsten Entwicklungsländer leisten Beiträge.

Seit einigen Jahren werden diese Beiträge durch Kredite einiger Mitglieder (auch Deutschland) ergänzt.

Hinzu kommen:

  • Programmgebundene Sonderbeiträge
  • Rückflüsse aus Krediten

Dies ermöglicht ein jährliches Programmvolumen von über 1 Mrd. USD.

IFAD und Deutschland

  • DEU ist Gründungsmitglied und nach USA zweitgrößter Geber.
  • Im Februar 2018 hat mit Frau Cornelia Richter (ehem. Vorstand GIZ) eine Deutsche den  Vizepräsidentenposten bei IFAD übernommen.
  • Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)  stellt den deutschen Gouverneur und stellt die Mittel für die Finanzierung zur Verfügung. Deutschland ist  Mitglied im 18 köpfigen Exekutivdirektorium und  derzeit auch im Auditierungsausschuss vertreten.
  • Das BMZ hat eine Strategische Partnerschaft (SP)  mit IFAD vereinbart (Unterzeichnung der Joint Declaration im Juli 2016), um gemeinsame Investitionen  und Entwicklungsstrategien für den ländlichen Raum voranzutreiben. Schwerpunkte: Wertschöpfungsketten, Klimaresilienz, Jugendbeschäftigung.
  • Für die 10. Wiederauffüllung - 2016-2018 -  hat Deutschland 52,3 Mio. €  als Kernbeitrag zur Verfügung  gestellt. Weitere laufende Vorhaben:  Darlehen an IFAD über die KfW-Entwicklungsbank von 400 Mio, sowie 13 Mio. € für Klimaanpassung und 10 Mio € für gemeinsame Projekte in Eritrea, u.a..



Stand: März 2018


IFAD Präsident

Gilbert Fossoun Houngbo (Togo), seit 1. April 2017

IFAD
International Fund for Agricultural Development
Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung
Via del Serafico, 107
00142 Rom, Italien
Tel.: +39 06 54591
Fax: +39 06 5043463
ifad@ifad.org
www.ifad.org

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