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ICARRD+20 in Kolumbien: Internationaler Austausch zu Landrechten und ländlicher Entwicklung
Cartagena, Kolumbien, 24.–26. Februar 2026 – ICARRD+20 bringt Länder, internationale Organisationen und Zivilgesellschaft zusammen, um über Agrarreform und nachhaltige ländliche Entwicklung zu diskutieren.
Das Forum bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven auszutauschen und Wege für verantwortungsvolle Landnutzung und nachhaltige ländliche Entwicklung zu erkunden.
ICARRD+20 bringt neben Staaten und internationalen Organisationen auch Vertreterinnen und Vertreter indigener Völker, Kleinbauern, afro-descendant communities, ländlicher Frauen und Jugend zusammen.
In Cartagena stehen Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen im Bereich Agrarreform, Zugang zu Land und Sicherung von Nutzungsrechten im Mittelpunkt. Auch die Rolle internationaler Instrumente und Prozesse im Bereich Landgovernance wird diskutiert.
Dazu zählen unter anderem
- die Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten (VGGT, 2012) sowie die drei Rio-Konventionen
- die United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC, 1992),
- die Convention on Biological Diversity (CBD, 1992) und
- die United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD, 1994),
auf denen viele heutige Standards aufbauen.
Als multilaterale UN-Organisation mit Sitz in Rom bringt die Food and Agriculture Organization (FAO) Fachwissen zu Land- und Wassergovernance in ICARRD+20 ein, unterstützt den fachlichen Austausch zwischen Ländern und internationalen Partnern und fördert Diskussionen über bewährte Praktiken in Agrarreform und nachhaltiger ländlicher Entwicklung.
Deutschland verfolgt die Diskussionen aktiv, beteiligt sich an fachlichen Debatten, teilt Erfahrungen aus Projekten zu nachhaltiger Landnutzung und unterstützt die Umsetzung der VGGT als international anerkannten Referenzrahmen.
Hintergrund
ICARRD (International Conference on Agrarian Reform and Rural Development) wurde 2006 erstmals ausgerichtet. ICARRD+20 greift aktuelle Entwicklungen im Bereich Agrarreform und Landgovernance auf.
Die Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests (VGGT) wurden 2012 im Ausschuss für Welternährungssicherheit (CFS) verabschiedet und gelten als international anerkannter Referenzrahmen für verantwortungsvolle Landgovernance.